Leinsamenschleim für Hunde und Katzen – Herstellung, Wirkung, Anwendung

Leinsamen in einer herzförmigen Schale verbildlichen die wohltuende Wirkung des Leinsamenschleims

Inhaltsverzeichnis

Jeder hat irgendwann mal akute Magenschmerzen, auch Hunde und Katzen. Die Ursache ist häufig eine Magenschleimhautentzündung, eine Gastritis. Ein hilfreiches Mittel bei akuten Magen- Darmproblemen kann ein selbstgekochter Leinsamenschleim sein. 

Dieser Artikel soll zeigen, wann Leinsamenschleim helfen kann, wie er hergestellt und dosiert wird. 

Plötzlich Magenschmerzen

Wenn Hunde und Katzen plötzlich Magenschmerzen zeigen, ist der Schmerzpegel meist schon sehr hoch und eine schnelle Hilfe wird benötigt. 

Ein altbewährtes Hausmittel zur Magenberuhigung ist Leinsamenschleim. Dieser zähflüssige Schleim kann die gereizten Magenschleimhäute abdecken. Die enthaltenen Schleimstoffe legen sich wie ein Schutzfilm beruhigend, schützend, antientzündlich und somit heilend auf die Schleimhäute von Speiseröhre, Magen und Darm. 

Leinsamenschleim ist eine natürliche, nebenwirkungsfreie und sehr verträgliche Alternative zu Medikamenten wie z.B. Omeprazol, das sehr viele Nebenwirkungen hat.

In Wasser eingeweichter Leinsamen

Leinsamenschleim hilft bei vielen Problemen

  • Magenschmerzen – z.B. Gastritis, Erbrechen von Schleim, Leckanfälle
  • Darmerkrankungen – bei angegriffener entzündeter Darmschleimhaut (z.B. IBD oder nach einem Parasitenbefall)
  • Entzündungen im Rachenraum – z.B. Mandelentzündung, Kehlkopfentzündung

Gastritis – der häufigste Auslöser von Magenschmerzen

Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) kommt bei unseren Haustieren häufig vor.

Auslöser können sein:

  • Stress
  • Futterunverträglichkeiten
  • Medikamente
  • Fressen von Schnee (Schneegastritis)
  • Fremdkörper im Magen
  • Parasiten (z.B. Giardien, Würmer)
  • Helicobacter

Magenschmerzen – Symptome bei Hunden 

  • Plötzliches Erbrechen
  • Schmatzen, Leerschlucken, Speicheln, häufiges Gähnen 
  • Vermehrtes Fressen von Gras oder Erde
  • Licky fits – zwanghaftes belecken von Fliesen, Pfoten usw (es weist auf Probleme im oberen Magen-Darmtrakt)
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit am Morgen
  • Ruhelosigkeit
  • Gebetsstellung oder aufgekrümmter Rücken

Magenschmerzen – Symptome bei Katzen

Bei Katzen ist es etwas schwieriger. 

  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Die Katze ist schläfrig und teilnahmslos
  • Die Katze zeigt Schmerzen beim hochheben (Schmerzen im Oberbauch, Druckempfindlichkeit)
Missglückter Leinsamen als Vogelfutter….

Rezept für Leinsamenschleim

Wir haben viele Rezepte nachgekocht und sehr oft nur einen sehr dicken und zähen Schleim produziert, der maximal als Vogelfutter taugte. Dieses Rezept war das beste und es ergibt einen schönen Schleim, den man auch absieben kann:

Zutaten

  • 3 bis 4 Eßlöffel brauner ganzer Bio-Leinsamen (der braune Leinsamen hat mehr Schleimstoffe als der gelbe)
  • 500 ml Wasser

Zubereitung

  • Leinsamen in dem Wasser ca. 10 Stunden quellen lassen.
  • Dann ca. 5 Minuten aufkochen lassen, dabei mit dem Schneebesen rühren.
  • Den Schleim noch heiß über ein feines Sieb abgießen – die Körner können z.B. ins Müsli
Ca. 5 Minuten aufkochen lassen, damit viel Schleim entsteht.

Leinsamenschleim Dosierung

Der Leinsamenschleim wird ca. 2 bis 3 Wochen gefüttert. Vor dem Futter und auch auf das Futter – im Akutfall auch stündlich.

Körpergewicht 4 – 5 x täglich
Kleine Hunde und Katzen (bis 10 kg) 1 – 2 TL
Mittelgroße Hunde (bis 25 kg) 2 – 3 TL
Große Hunde (ab 25 kg) 1 – 2 EL

Der fertig gekochte Leinsamenschleim sollte immer lauwarm verfüttert werden. Er hält im Kühlschrank ca. 2 – 3 Tage.

Fütterung

Zur schnellen Beruhigung des Magens sollte eine reizarme, hoch verdauliche Schonkost gefüttert werden: mageres gekochtes Hühnerfleisch, leicht verdauliche Karotten, gekochte Kartoffeln, beruhigender Fenchel, Staudensellerie, nährstoffreicher Hüttenkäse, Moro’sche Karottensuppe.

Tipp: Der Leinsamenschleim kann auch mit Kamillentee angesetzt werden. Auf die Art kann man zusätzlich die entzündungshemmende, antibakterielle und krampflösende Wirkung der Kamille nutzen.

Für mäkelige Hunde kann der Leinsamenschleim auch mit etwas Fleischbrühe angesetzt werden.

Fazit

Leinsamenschleim kann eine schnelle Hilfe sein. Wenn aber die Magenschmerzen nicht besser werden, dann sollte auch nach der Ursache geforscht werden.

Weitere wirkungsvolle Mittel bei Magen- und Darmproblemen

Drachenblut

Drachenblut zeichnet sich durch seine entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Wirkung aus. Bei innerlicher und äußerlicher Anwendung.

Anwendungsgebiete bei innerlicher Anwendung:

  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Magengeschwüre
  • Verdauungsprobleme
  • Colitis ulcerosa
  • Morbus Crohn
  • Harmonisierung der Darmflora
  • Entzündungen im Mundraum usw.

Dosierung:
Innerlich bei Hunden und Katzen
Pro 10 kg Körpergewicht 2 Tropfen mit viel kaltem Wasser verdünnen und mit einer Einwegspritze eine halbe Stunde vor oder nach einer Kleinigkeit zu Fressen direkt ins Maul geben.

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Naturmoor

Huminsäuren kommen als natürliche Biofaktoren in Torf, Humusböden und Braunkohle vor. Einige Fähigkeiten von Huminsäuren: eine entzündungshemmende Wirkung, die Bindung von Schadstoffen und die Bildung einer filmartigen Schutzschicht auf den Schleimhäuten. So unterstützen sie eine gesunde Darmflora, fördern die Verdauung, schützen Haut und Schleimhäute und fördern die körpereigene Abwehr.
Naturmoor kann dauerhaft dem Futter zugefügt werden. Besonders ältere Tiere benötigen Huminsäuren.

Dosierung:
Innerlich bei Hunden und Katzen
Kleine Hunde und Katzen ca. 2,5 ml/kg, Hunde schwerer als 5 kg ca. 1 ml/kg – unter das Futter mischen.

Hericium

Der Vitalpilz Hericium ist der beste Heilpilz für Magen und Darm. Hericium baut die Magen- und Darmschleimhäute wieder auf, das kann kein anderes Naturheilmittel.

Sehr passende Anwendungsmöglichkeiten sind Regeneration der Magen- und Darmschleimhaut. Außerdem punktet der Hericium durch seine heilsame entzündungshemmende Wirkung bei Gastritis, Magengeschwür, Magenkrebs, Magen- und Darmentzündungen.

Dosierung:
Innerlich bei Hunden und Katzen
1 g pro 10 kg Körpergewicht mit ins Futter mischen. Die Tagesmenge kann auf 2 Futterrationen aufgeteilt werden.


Ausführlich erklärende Infoblätter findest Du hier zum kostenlosen Download: 
https://mission-gesundheit.online/infoblaetter/ 

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