Über den Mut, den es braucht, neue Wege zu gehen

Wenn unsere tierischen Familienmitglieder krank werden, so ist das für alle Beteiligten schlimm. Die Hilflosigkeit, die einen als Tierhalter oft überkommt, ist unbeschreiblich. So ist es zumindest mir ergangen, als meine bis dahin sehr agile Hündin Zuri es vor einigen Jahren nur noch unter offensichtlichen Schmerzen geschafft hat, sich in ihr Hundebett zu schleppen.

 Der erste Schritt

Was habe ich in dieser Situation getan? Ich bin zum Tierarzt gegangen. Die Diagnose: Spondylose. Die verordneten Schmerzmittel haben nicht den erhofften Erfolg gebracht.
Geholfen hat uns die Physiotherapie. Bereits eine einzige Behandlung brachte eine unglaubliche Verbesserung.

Die Schmerzmittel haben wir auf Anraten des Tierarztes weiterhin gegeben. Sie waren aber wohl nicht besonders gut für Zuris Darmflora. Sie war in dieser Zeit nie wirklich fit und ich konnte plötzlich immer wieder Würmer in ihrem Kot erkennen.

Entwurmung, Impfung, Ungezieferprophylaxe – wir haben weitergemacht wie bisher und uns immer akkurat an die vorgegebenen Termine gehalten. Ich wollte meinen kranken Hund auf keinen Fall zusätzlichen Risiken durch Parasiten oder Infektionskrankheiten aussetzen. Dachte ich. Und niemand hat mich eines Besseren belehrt.

 Wenn Signale unüberhörbar werden

Irgendwann hat Zuri damit begonnen, die Wohnung zu zerstören, sobald ich weg war. Täglich. Selbst wenn ich nur kurz den Müll weggebracht habe, begann sie zu wüten. Es wurde immer schlimmer. Am Ende hat sie sich in ihrer Raserei auch immer wieder selbst verletzt.

Der Tierarzt konnte nicht helfen. Alles, was er uns verordnet und empfohlen hat, war völlig wirkungslos. Nichts brachte auch nur die geringste Verbesserung.

Den Tierarzt haben wir irgendwann gewechselt. Meine neue Tierärztin hat uns erst einmal anstelle der Schmerztabletten eine Kräutermischung mitgegeben. Die wurde von Zuri gut vertragen, es ging ihr in jeder Hinsicht besser. Nachdem wir so eine kleine Verschnaufpause gewonnen hatten, habe ich mich auf die Suche nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten gemacht. Die Zerstörungswut musste doch irgendwie in den Griff zu bekommen sein.

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Ein neuer Weg bedeutet, dass ein alter enden muss!

Ich erkannte, dass es meine eigene Entscheidung war, ob ich weiterhin zuschauen wollte, wie wir in der Abwärtsspirale immer weiter nach unten drifteten oder andere Wege gehen wollten. Dies war der erste Schritt auf meinem neuen Weg.

Dieser Weg hat mich sehr viel Mut gekostet. Und vor allem hatte ich große Angst – die Angst davor, alles noch schlimmer zu machen. Denn die Behandlungsmethoden, die mir nun begegneten, kannte ich bisher höchstens aus dem Fernsehen. Sie galten in meinem Umfeld auch als teilweise sehr gefährlich. Was würden bloß die anderen sagen?

Doch größer war meine Angst davor, dass meine Unsicherheit irgendwann meinen Hund das Leben kosten könnte. Schließlich lag es allein in meiner Verantwortung, meinen tierischen Familienmitgliedern das bestmögliche Leben zu bieten.

Also ging ich los. Da ich eine vergleichbar hilflose Situation nie wieder erleben wollte, habe ich vieles von dem, was Zuri geholfen hat, auch selbst gelernt. Schließlich war da noch mein zweiter Hund, bei dem ich besser für mögliche Krankheiten gewappnet sein wollte.

Wir haben immer wieder Behandlungserfolge erzielt und Schritte nach vorne gemacht. Kleine Wanderungen waren wieder möglich, manchmal war Zuri auch wieder beim Training in der Hundeschule mit dabei. Leider waren die Rückschritte am Ende dann doch immer größer und ich musste sie schweren Herzens im August 2017 über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Was habe ich daraus gelernt?

Ich habe gelernt, dass der erste Schritt immer der wichtigste ist. Seitdem ich diesen Schritt gegangen bin, sind mir viele tolle Menschen begegnet, die mich inspiriert, motiviert und zum Weitergehen ermutigt haben. Ich gehe jeden Tag ein Stückchen voran. Der Weg ist das Ziel.

Wir haben immer die Möglichkeit, selbst etwas zu tun. Und wenn es nur der Gang zu einem anderen Therapeuten ist, der die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachtet.
Es geht nicht darum, alles selbst zu wissen oder perfekt zu sein. Das ist unmöglich. Es geht darum, die Möglichkeiten zu erkennen, die uns zum Beispiel die Natur und die Naturheilkunde bieten.

Wir können tatsächlich viel mehr selbst in die Hand nehmen, als wir denken. Und es geht natürlich auch darum, sich zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle Hilfe zu holen.

Befreiung durch Eigenverantwortung

Das Schlagwort für mich lautet: „Eigenverantwortung“. Raus aus der Hilflosigkeit und hinein ins Tun. Die Entscheidung, meine beiden Hunde zu adoptieren, bedeutet auch, dass ich mich dazu verpflichtet habe, gut für sie zu sorgen. Daher ist mein Ziel, dass ich jederzeit in den Spiegel schauen und sagen kann: “Ich tue für meine Tiere immer das Beste, was mir zum jeweiligen Zeitpunkt möglich ist.“

Und, nicht zu vergessen: So vieles, was ich gelernt habe, um meinen Hunden zu helfen, kann ich nun auch bei mir selbst einsetzen und konnte mir schon den einen oder anderen Arztbesuch ersparen.

Immer häufiger kommt es inzwischen auch vor, dass ich von Menschen, die meinen Weg von Beginn an beobachten, um Rat gefragt werde. Darüber freue ich mich ganz besonders.

Vielleicht sind Sie ja auch bereits auf diesem Weg und haben ähnliche Erfahrungen gemacht, wie ich? Falls nicht, würde ich mich freuen, wenn ich Sie dazu ermutigen konnte, selbst ebenfalls den ersten Schritt zu gehen.

Ihre Marion Lakomy

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