Wie wirkt sich Mangelernährung auf die Gesundheit aus?

Wie sich Mangelernährung auf unsere Gesundheit auswirken kann

Mangelernährung verbinden wir oftmals eher mit bestimmten Erkrankungen oder Menschen im hohen Alter. In einer im materiellen Überfluss lebenden Zivilisation sollte dies auch kaum ein Thema für die meisten sein – könnte man zu mindestens meinen. Doch bringt uns unsere Nahrung längst nicht mehr die Vitalstoffe, die wir für ein gesundes Leben benötigen. Die Zunahme an Essstörungen, emotionaler Leere, unterdrückter Emotionen, Stresszuständen und qualitativ mangelhaften Nahrungsmitteln führt dazu, dass ein Großteil von uns mangelernährt ist. Welche Symptome zeigen sich bei Mangelernährung und wie wirkt sich das gesundheitlich aus?

Was kann zu Mangelerscheinungen führen?

Neben körperlichen Einschränkungen des Bewegungsapparates, die die Nahrungsaufnahme erschweren oder organischen Veränderungen, können auch psychische – und Verhaltensstörungen dazu führen, dass man Mangelerscheinungen entwickelt. Auch führen Traumata, emotionale Unausgeglichenheiten und Stresszustände zu einer Verschiebung des Körpermilieus ins Saure und können Mangelerscheinungen erzeugen. Der Körper bekommt in allen Fällen nicht die Nährstoffe, die er benötigt.

Mögliche Auslöser und Ursachen von Mangelerscheinungen:

Körperliche Ursachen

Psychische Ursachen

  • Schwere Infektionen (Tuberkulose etc.)
  • Kau- und Schluckstörungen
  • Generell Tumorerkrankungen
  • Beeinträchtigung von Geschmack und Geruch
  • Spezielle Tumore der Speiseröhre oder des Magens
  • Verengungen im Dünndarm
  • Morbus Crohn/ Colitis Ulcerosa
  • Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
  • Folge von Operationen des Verdauungstraktes
  • Diabetes
  • Lebererkrankungen
  • Kontraktionen des Bewegungsapparates
  • Schlaganfall und andere neurologische Erkrankungen
  • Magersucht, Ess-Brechsucht
  • Hoher Stresspegel und emotionale Konflikte
  • Ängste
  • Depressionen und Antriebsarmut
  • Einsamkeit und soziale Isolation
  • Demenz/ Vergesslichkeit
  • Traumata
  • Esssucht

Neben oben genannten Faktoren, können auch weitere zu Mangelerscheinungen führen. Die Einnahme bestimmter Medikamente wie Chemotherapeutika, Opiate, Antibiotika, Bluthochdruckmittel oder Antidepressiva führen häufig zu Übelkeit und somit zum Appetitverlust. Auf längere Sicht, mündet die Einnahme dann zusätzlich zu einer Mangelernährung.

Mangelernährung Symptome

Unterschiedliche Vitalstoffe unterstützen verschiedenste Stoffwechselvorgänge und Abläufe im Organismus und dementsprechend zeigen sich körperliche und mögliche psychische Symptome eines Nährstoffmangels, je nachdem, welche Nährstoffe fehlen und wie ausgeprägt der Mangel bereits ist.

Fehlen dem Körper Kohlenhydrate, haben wir nicht ausreichend Energie zur Verfügung. Es entstehen Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen, Konditions- und Leistungsabfall und aufgrund höherer Fettverbrennung entwickelt sich häufig Mundgeruch. Ein Mangel an bioverfügbarem Eiweiß hat zur Folge, dass unsere Muskulatur geschwächt oder sogar abgebaut wird. Es können Ödeme, Wundheilungsstörungen, Haarausfall, Augenränder oder Haarverlust weitere Folgen sein.

Der Mangel an essenziellen Fetten hat häufig Sehstörungen, trockene Haut, Nieren- und Leberschäden, Unfruchtbarkeit bis hin zu Wachstumsstörungen zur Folge. Eisenmangel wiederum führt auf Dauer zu Blutarmut mit entsprechenden Folgesymptomen.

Allgemeine Folgen von Mangelerscheinungen können sein:

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit und allgemeine Schwäche
  • Verlust der Muskelkraft und Störungen im Bewegungsablauf
  • Abbau der Skelettmuskulatur (Osteoporose)
  • Reduktion des Herzmuskels und seiner Leistungsfähigkeit
  • Herzrhythmusstörungen
  • Abnahme der Atemmuskulatur mit kürzeren Atemzügen
  • Anfälligkeit für Infektionen
  • Beeinträchtigung der Wundheilung
  • neurologische Störungen
  • Demenz

Es liegt nahe, dass wir mit Nährstoffen unterversorgt sind, wenn wir unter Essstörungen leiden und zu wenig Essen. Mangelerscheinungen entstehen aber ebenso, wenn wir uns ausreichend an Masse bei gleichzeitig geringem Vitalstoffgehalt zuführen. Wir erhalten dann möglicherweise ausreichend Kalorien und fühlen uns scheinbar gesättigt. Wirklich satt im Sinne von genährt, sind wir aber bei weitem damit nicht. Ist unsere Nahrung qualitativ minderwertig, entstehen ebenso Symptome wie oben beschrieben.

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Mangelernährung – Verhungern wir mit vollem Bauch?

Unsere moderne Welt bietet in vielerlei Hinsicht Komfort und erleichtert uns manche Lebensbereiche. Dafür bezahlen wir gleichzeitig einen hohen Preis, der zu Lasten unserer Gesundheit geht. Bewegungsmangel, alltäglicher Stress und Umweltgifte bringen unseren Körper völlig aus dem Lot. Wir kippen ins saure Milieu und entwickeln unterschiedliche Mangelerscheinungen und Krankheiten dadurch. Unser Körper ist pausenlos mit Regeneration und Ausgleich beschäftigt.

Mit naturbelassener und vitalstoffreicher Nahrung könnten wir dem ein wenig gegensteuern. Doch füllt und belastet der Großteil von uns seinen Körper zusätzlich noch mit denaturierten Füllstoffen – was mit Lebensmitteln nicht mehr viel zu tun hat. Sie sind kaum noch ein Mittel zum Leben, sondern industriell verarbeitete Produkte, die dem Körper Energie nehmen, anstatt zu spenden. Die meisten Obst- und Gemüsesorten sind denaturiert, genmanipuliert und auf ausgelaugten, vergifteten Böden so schnell gezüchtet, dass ihnen das naturgegebene Nährstoffspektrum fehlt.

Ein Zitat der “Hopi-Indianer” bringt den Zustand treffend auf den Punkt:

»Es wird eine Zeit kommen, da werden die Menschen vor vollen Tellern sitzen und dennoch verhungern!«

Unser Körper registriert von selbst, welche Nährstoffe ihm in welcher Qualität zugeführt werden. Reife und naturbelassene Früchte, Gemüse, Kräuter, Sprossen oder Samen geben ihm durch hochwertige Nährstoffe ein Gefühl von Zufriedenheit. Dieses Gefühl stellt sich ein, wenn wir unsere gesamte Ernährung basisch und naturbelassen ausrichten. Wir benötigen dann auf Dauer weniger Masse an Nahrung. Der Organismus signalisiert bei hoher Nährstoffsättigung schneller, dass er wirklich satt ist. Weniger Masse an Nahrung bei hoher Nährstoffqualität bedeutet wiederum weniger Energieaufwand für die Verdauung. Der Stoffwechsel wird effizienter und unser Organismus hat Kraft für Reparaturarbeiten.

Führen wir uns überwiegend industrielle Produkte, konventionelle Backwaren, stark mit Pestiziden belastetes Obst und Gemüse oder andere denaturierte Füllstoffe zu, fördern wir damit massiv ein saures Milieu. Es entstehen unterschiedlichste Erkrankungen und Mangelerscheinungen, da wir pausenlos damit beschäftigt sind, die Gifte und Säuren auszuleiten und gegenzuregulieren.

Neben dauerhaftem Stress und inneren Konflikten, ist das eine der Hauptursachen von Mangelerscheinungen und dadurch bedingten Krankheiten. Zwar haben wir damit regelmäßig einen gefühlt vollen Bauch, sind aber nicht wirklich satt. Dieser Mangelzustand bereitet unserem Organismus zusätzlich Stress, führt zu Einlagerungen, Übergewicht und mündet in einem Teufelskreis.

Fazit Mangelernährung

Wir können Verschiedenes dafür tun, um einer Mangelernährung vorzubeugen. Mögliche oben genannte Ursachen sollten direkt behoben werden, sofern möglich. Unsere Lebensumstände können wir so anpassen, dass wir weniger Stress ausgesetzt sind. Zudem ist es wichtig, innere Konflikte und Stressoren zu bearbeiten, damit unser Körper entspannen kann und anderweitig mehr Energie zur Verfügung hat.

Die Wahl unserer Lebensmittel sollte stets ein basisches Milieu fördern. Je basischer, desto ausgeglichener und besser kann sich unser Körper regenerieren. Jemand der sich beinahe sein Leben lang ungesund ernährt hat, fährt gut damit, sich zunächst zu reinigen und zu entgiften, wobei eine natürliche Ernährung wertvoll und unterstützend sein kann.

Bei bestimmtem Nährstoffmangel – wie beispielsweise Vitamin D, B12, Eisen, Zink oder Omega 3 – können Nahrungsergänzungsmittel und Natursubstanzen substituiert werden. Naturbelassene und basische Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte sind bei einem Mangel unerlässlich, sollten aber bereits Grundlage einer lebendigen Ernährung sein, um einem Mangel vorzubeugen.  

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