Isolation – Ein Faktor als Krankheitsgrundlage

Isolation als Krankheitsgrundlage

Was Einsamkeit mit Menschen macht

Sich etwas von der Seele reden oder seinem Gegenüber mal ein Ohr leihen. Jeder von uns kennt diese Redensarten und ihre Bedeutung. Das erleichternde Gefühl, mit einem vertrauten Menschen ein Gespräch zu führen, wodurch uns ein Stein vom Herzen fallen kann. Des Menschen Naturell der umsorgenden Gemeinschaft zerfließt immer mehr zu einem Meer aus Individualismus und Einzelgängertum.

Aus der Isolation heraus wächst zunehmend eine Gesellschaft heran, die bereits in jungen Jahren mit Erkrankungen konfrontiert ist, welche einst eher ältere Menschen betrafen. Die Chronifizierung unterschiedlicher körperlicher und psychischer Krankheiten wächst und gedeiht zusehend. Die Isolation als Nährboden für den Samen von Krankheiten? Folgender Text liefert mögliche Antworten auf diese Frage.

Soziale Isolation und seine Wurzeln

Der Begriff der Isolation oder Isolierung findet sich, je nach Verwendungsbereich, in unterschiedlichen Definitionen wieder. Wir gebrauchen den Begriff in der Biologie, Medizin, Technik und im Sozialen. Bezogen auf das soziale, also die menschliche Gemeinschaft, beschreibt es die Absonderung, Getrennthaltung oder Abspaltung eines Menschen oder einer Gruppe von etwas anderem, speziell von ihrer Umgebung. Der Begriff des getrennt Seins, also der Trennung spielt hierbei eine tragende Rolle.

Das sich als getrennt Erleben von seinem Umfeld geht vermutlich soweit zurück, dass nicht geklärt werden kann, wo genau seine Wurzeln zu finden sind. Dieser Frage nach zu gehen würde es unmöglich machen, Antworten zu finden, denen man auch mit Lösungen begegnen könnte. Heute wissen wir, dass unsere frühen Prägungen und Empfindungen der Kindheit maßgeblich die späteren Verhaltensmuster prägen. Sie werden in den ersten Lebensjahren manifestiert. Das Gefühl der fehlenden Verbindung zu sich führt beim Großteil der Menschen später eben auch zu dem Gefühl der Isolation, des sich einsam Fühlens. Bereits unsere ersten Jahre auf dem Planeten sind gefüllt mit Traumatisierungen, die eben genanntes bedingen.

Traumatisierungen hausgemacht

Der erste Schritt für uns Menschen hinaus aus einer wohlig warmen und meist komfortablen Zone beginnt mit der Geburt. Als kleines, sich entwickelndes Wesen ist der junge Mensch zu 100 Prozent abhängig von seiner Mutter und einem sicheren und behüteten Umfeld, damit sein Nervensystem nicht bereits nach der Geburt auf Stressaktivität und Überlebensmodus ausgerichtet wird, sondern den Zustand des Friedens und der Ruhe erfährt.

Die wahrnehmenden Antennen eines jungen Menschen sind derart fein und nehmen bereits die kleinsten Unstimmigkeiten wahr. Wie mag sich ein Baby fühlen, in eine Welt geboren zu werden, in der bereits sicher mehr als 90 Prozent der Menschen nicht mehr ihren eigenen Bedürfnissen nachgehen, geschweige denn diese überhaupt noch wirklich glasklar wahrnehmen können? Ein kleiner Mensch registriert sofort, ob sein Gegenüber mit sich verbunden und authentisch ist, oder ob etwas im Argen liegt.

Was geschieht dann also, wenn er oder sie merkt, dass selbst Mutter oder Vater sich selber nicht richtig wahrnehmen und mit sich verbunden sind? Das Baby schaltet in den Notfallmodus und sein Nervensystem wird auf Gefahr in Sympathikotonie ausgerichtet. Je intensiver die erlebte Gefahr, umso mehr entfernt es sich von sich selbst. Aus der Traumatologie oder Psychologie kennen wir den Begriff der Dissoziation. Er beschreibt den Zustand, indem teilweise bis vollständig psychische Funktionen, die normalerweise zusammenhängen, auseinanderfallen.

Unterschiedlichste systemische Gegebenheiten, mit denen der junge Mensch dann zusätzlich konfrontiert wird kommen sukzessive hinzu. Die meisten Familiensysteme, so hart es klingen mag, sind längst nicht mehr gesund, sodass in ihnen ein selbstbewusstes Wesen mit starkem Ich-Bewusstsein heranwachsen kann. Damit beginnt bereits das Leben in dauerhaftem Stresszustand. Auch Konflikte der Mutter, Lautstärken usw. während der Schwangerschaft tragen zu inneren Verunsicherungen bei und erhöhen früh den Stresspegel des jungen Menschen.

Der kleine Mensch erhält frühzeitig Impfungen, wird also Körperverletzungen ausgeliefert im Beisein oder sogar in Kooperation mit seinen eigentlich Schutzbefohlenen. Alles andere als selten sind heute ebenfalls innerfamiliäre Übergriffe jeglicher Art. Dazu zählen Gewaltausübung und sonstige schädigende Handlungen an jungen Menschen, mit denen sie früh konfrontiert werden.

Zunächst mit der Erziehung, die den Menschen fügig macht und ihn anpassen soll. Es folgt die Einführung ins Schulsystem, in dem der Mensch lernt, auf Vorgesetzte zu gehorchen und auswendig zu lernen. Anstatt dass wir Bedürfnisse ausagieren, lernen wir zu funktionieren.

Es bleibt die Frage im Raum, wie ein Mensch, der also seinen Zugang zu sich selber, meist bereits früh verliert, noch tatsächlich echte Bindung zu anderen Menschen herstellen und dann noch aufrecht erhalten kann? Das Leben in Stressreaktionsmustern, entfernt von sich selbst, ist vorprogrammiert.

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Bindung und soziale Isolation

Der nun von sich selbst entfernte und innerlich unerfüllte Mensch sucht je nach schwere der inneren Leere ein Gefühl von Bindung. Er möchte sich wieder spüren aber auch tiefe Verletzungen nicht fühlen. Auf unterschiedlichste Art und Weise entwickelt er bestimmte Verhaltensweisen, die ihm dabei helfen. Das Auftreten von Süchten kommt hierbei sehr häufig vor in vielen Facetten. Durch Konsum von Substanzen oder bestimmten konsumativen Handlungen versucht der Mensch dann sein verlorenes Bindungsgefühl immer wieder zu erzeugen.

Jeder Mensch hat von Natur aus einen lebendigen Zustand der Bindung zu sich selbst, zu anderen Menschen und zu seiner Umgebung. Wir sind sprichwörtlich von Natur aus ins Leben eingebunden. Das autonome Ausleben innerer Impulse und die Bindung zur Umwelt sind grundlegend für das Kohärenzgefühl eines Menschen. Das Kohärenzgefühl ist das Gefühl, was ein vollumfänglich gesunder Mensch hat, der mit sich und seiner Umwelt in Verbindung steht und sich selbstwirksam am Leben beteiligen kann.

Logischerweise ist es dabei zumindest als heranwachsender Mensch unerlässlich, ein intaktes soziales Miteinander zu erleben, um diese Bindung zu bekommen. Wir wissen aus den sogenannten Waisenhauskinderversuchen, dass sozialer Entzug zum Tod bei kleinen Menschen führt. Um zu erforschen, ob Kinder eine Ursprache mit ins leben bringen, entzog man ihnen soziale Interaktion.

Das einzige was gewährleistet wurde, waren dabei die Grundbedürfnisse. Die Versuche scheiterten, da alle Kinder verstarben. Ohne liebevolle Gesten, Zuneigung, Berührung und Kontakt, gemeinsames Lachen und wahrgenommen werden gehen wir ein wie eine dürstende Pflanze. Nicht umsonst wird in Gefängnissen oder militärischen Einrichtungen die Isolationshaft als Bestrafung oder Foltermethode angewandt. Wir sehen also spätestens hier, wie bedeutsam soziale Interaktion, echte zwischenmenschliche Begegnung und Kontakte sind. In unserem biologischen Code ist die soziale Gemeinschaft fest verankert und überlebenswichtig.

Politische Maßnahmen in Zeiten eines Virus

Seit 2020 verhängen die meisten Staaten weitreichende Maßnahmen zur Bekämpfung eines Virus. So kontrovers dieses Thema auch ist, es wirft Überlegungen auf, die zumindest einmal gedacht werden dürfen. In Deutschland wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • „AHA+AL-Regeln“
  • Einführung der Arbeit im Homeoffice
  • Kontaktverbote
  • „Lockdowns“
  • Quarantäne

Nebenbei erwähnt, der Begriff des Lockdowns tauchte zum ersten mal in den 70er-Jahren auf. Man verwendete ihn für Situationen, in denen die Häftlinge in ihre Zellen eingeschlossen wurden, um Aufstände oder ähnliches wieder in den Griff zu bekommen. Im Kontext der Thematik spielen dabei folgende der aufgezählten Regeln bzw. Maßnahmen eine tragende Rolle. Kontaktverbote, Lockdowns, Abstandsregeln, Quarantäne und die Alltagsmaske.

Ist die Tendenz der modernen sogenannten zivilisierten Gesellschaft ja ohnehin schon so, dass wir uns als voneinander getrennte Individuen erleben und zunehmend entfernen, sind diese Maßnahmen wie eine Axt, die den Holzscheit massiv weiter spaltet.

In kontinuierlicher Wiederholung wird seit 2020 den Menschen über Fernseh und Funk ein bestimmtes Bild seiner Mitmenschen manifestiert. Selbst ein gesundes Gegenüber stellt auf einmal eine Bedrohung dar, die schlimmstenfalls tödlich enden könnte. Jede Begegnung soll plötzlich eine potentielle Gefahr darstellen. Nun korreliert eines unserer Urbedürfnisse mit der gleichzeitigen Angst vor der Krankheit oder dem Tod im Gegenüber. Ein kluger Schachzug, falls System dahinter stecken würde.

Gebetsmühlenartig wird den Menschen das Einhalten der AHA-Regeln immer und immer wieder ins Bewusstsein gerufen. Abstand einhalten, Hygiene und Alltagsmaske tragen wurde sogar mit Bußgeldern unterlegt. Die Angst als treibender Kontrollmechanismus. Das Abstandhalten führt natürlich ebenfalls zur Konditionierung auf Distanz zum Gegenüber, eine Umarmung bekommt die Note der potentiellen Gefahr. Die Alltagsmaske verhindert mimisches Feedback und baut eine sowohl sichtbare, als auch subtile zwischenmenschliche Barriere auf. Sie führt also weiterer zur Distanzierung voneinander. Das Ende der Lebendigkeit?

Insbesondere Kinder benötigen das mimische Feedback, den Kontakt zu anderen Kindern und das ausagieren ihrer tiefen Bedürfnisse. Gerald Hüther (Neurobiologe) beschreibt die Maßnahmen als dahin führend, dass aus Kindern mehr und mehr funktionierende Roboter werden. Die Angst führt die Menschen zunehmend von sich selbst und seinen Mitmenschen weg. Es folgt die Leb- und Lieblosigkeit mit weiteren Schritten zur inneren und im Außen gelebten Isolation. Der innen unerfüllte Mensch ist durch äußere Instanzen leichter kontrollierbar. Die innere Orientierungslosigkeit wird durch äußere Instanzen mit Kontrolle ersetzt.

Isolation – Konflikte und Krankheiten

 Mit zunehmendem Einzelkämpfertum und Entfernung voneinander sehen wir gleichzeitig den Anstieg unterschiedlichster Krankheiten. Eines von vielen Beispielen wäre hierfür das Übergewicht, womit bereits immer mehr Kinder in jungen Jahren zu tun haben. Ein Blick darauf aus Sicht der 5 biologischen Naturgesetze zeigt, dass ein maßgeblicher Auslöser für Übergewicht der Konflikt mit dem Gefühl des Alleinseins oder der Existenzangst ist.

Empfinden wir Situationen mit eben genannten Gefühlen, dann startet unser Körper ein Programm der Nierensammelrohre. Wir lagern mehr Wasser ein, der Körper speichert es vorwiegend in den Fettzellen und wir nehmen an Gewicht zu.

Der Faktor des isolativen Erlebens von belastenden Ereignissen ist bedeutend – um überhaupt Programme auszulösen – die in Krankheiten enden können. Isolatives Erleben meint, dass wir Probleme und Belastungen mit uns selber ausmachen, keine oder kaum Unterstützung finden. Eine Lösung dessen wäre es, zurück zu einem gesellschaftlicher Umgang mit Nähe, Zuwendung und echter zwischenmenschlicher Begegnung zu finden.

Isolation – Ein Faktor als Krankheitsgrundlage

Jeder von uns möchte gesehen, wahr -und ernst genommen werden und wir alle wollen unsere grundlegenden Bedürfnisse nach Bindung und Autonomie frei leben. Wie eine Gesellschaft in großem Maße aussehen kann wird sich in Zukunft zeigen. Im Kleinen können wir aber alle dazu beitragen, dass dies wieder möglich ist. Fangen wir an, unsere Hemmungen über Gefühle zu reden, zu überwinden. Tun wir wieder, weiter und vermehrt altbewährte Dinge wie:

  • gemeinsames Lachen
  • Freundschaften pflegen
  • regelmäßige soziale Kontakte pflegen
  • eigene Kommunikation schulen
  • sich umarmen
  • allen voran alte Wunden, innere Konflikte und Traumata lösen

Sprechen wir Dinge aus, die uns belasten, auch wenn wir glauben, das sie kein Gehör finden oder jemanden vermeintlich verletzen. Lernen wir wieder unsere eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und auszuleben und das gegebenenfalls hilfsweise auch mit therapeutischer Unterstützung. Lernen wir wieder, einander zu begegnen und achtsam miteinander zu sein. Beginnen wir bei uns selbst und ändern so das große Ganze. Aus Einsamkeit und Isolation kann so Gemeinschaft und Gesundheit erwachsen.

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