Hilfe, mein Pferd hat Hufrehe!

Diese Botschaft erreicht uns immer öfter in letzter Zeit, leider. Es ist eine der gefürchtetsten schmerzhaftesten und folgenreichsten Erkrankungen bei Pferden überhaupt. Bei keiner existieren – vielleicht aufgrund der Dramatik – so viele Mythen und werden immer noch so viele Dinge grundlegend falsch gemacht!

Um diese Krankheit erfolgreich behandeln zu können, muss man sie zuerst einmal verstehen. Und zwar nicht nur die Behandlung der Symptome, sondern gerade auch die Ursachen.

Wie kommt es zu einer Hufrehe?

Eine Hufrehe fällt nicht einfach vom Himmel, sondern ist der Endpunkt eines meist schleichend beginnenden Versagens des Stoffwechsels. Egal ob eine Verhaltung der Nachgeburt, EMS (Equines Metabolisches Syndrom), oder (Pseudo-) Cushing der Auslöser ist. Wir beleuchten hier nur die Fütterungs-Rehe, da sie die bei weitem häufigste ist.

Die Hufe und die Haut stellen in der chinesischen Medizin die „Hilfsnieren“ dar, über sie werden letztendlich Giftstoffe entsorgt, wenn Darm, Leber und Nieren schon längst am Anschlag ihrer Leistung sind. Auch Mauke, Strahlfäule und Hufabszesse sind schon deutliche Anzeichen überlasteter Nieren und der Versuch des Körpers, die Giftstoffe über die Hufe, oder eben die Haut hinauszubefördern. Da die Gesundheit bei uns Menschen und bei den Pferden im Darm beginnt („Du bist, was Du ißt!“), müssen wir wohl mit der Art der Fütterung des Pferdes beginnen.

Wir stellen deshalb auch immer zuerst die Frage: „Wie wurde denn das Pferd bisher gefüttert?!“ Dann stellt sich meistens heraus, es wird sehr oft mit den völlig falschen Futter-Bestandteilen in viel zu großen Mengen versorgt! Die Bandbreite reicht dabei von einem Zuviel an Weidegang auf zu „fetten“ (kohlenhydratreichen) Wiesen, über eine zu hohe Kraftfuttermenge, bis hin zur Gabe von Heulage, oder gar Silagefutter. All das führt durch die hohe Menge an Kohlenhydraten (=Zucker!) über kurz oder lang zu einer Übersäuerung und zum Umkippen des empfindlichen Pferdedarm-Milieus.

Die Folge ist ein massenhaftes Absterben der Darmsymbionten. Deren toxische Zerfallsstoffe – einmal in die Blutbahn aufgenommen – verstopfen die feinen Kapillargefäße in der Huflederhaut. Die sich daraus entwickelnde Entzündungsreaktion zerstört daraufhin das Gewebe der hornbildenden Huflederhaut. Diese hält normalerweise – wie ein Klettverschluß – das Hufbein und die Hufkapsel sehr stabil zusammen. Wird diese Verbindungsschicht zerstört, sinkt das Hufbein immer mehr nach unten ab, in Richtung Sohle.

Hinzukommen kann noch – durch den Zug der Beugesehne – eine Rotation des Hufbein-Knochens nach hinten, Richtung Trachten. Wie man dem huftechnisch entgegenwirken kann, erklären wir ausführlich in einem anderen Artikel, das würde hier zu weit führen.

Die Symptome einer Hufrehe

Das alles ist von Pferd zu Pferd völlig unterschiedlich und muss sich nicht sofort in der hufrehe-typischen „Sägebock-Haltung“ zeigen. Im Anfangsstadium schwitzen die Pferde oft und zeigen ein „Schmerzgesicht“.  Sie haben außerdem eine erhöhte Puls- und Atemfrequenz und lahmen stark, insbesondere auf den Vorderhufen, vornehmlich auf harten und unebenen Untergründen.

Der Kronrand ist heiß, die Arterie am Fesselbein pulsiert stark. Das Pferd verlagert im Stand sehr oft das Gewicht vom einen auf den anderen Vorderfuß. Alles eindeutige Anzeichen einer Hufrehe im Akutstadium!

Was ist jetzt zu tun?

Das Pferd sollte unter keinen Umständen mehr frisches Gras bekommen! Auch kein „Kraftfutter“ in Form von Getreide-Müslis. Der hohe Gehalt an hochverdaulichen Kohlenhydraten würde sonst das Darmmilieu noch weiter in den sauren Bereich verschieben. Noch mehr „gute“ Bakterien sterben ab und deren Zellreste vergiften das Pferd noch weiter. Keine Karotten (10% Zuckeranteil!), Äpfel, oder ähnliches mehr!

Alles an Zucker in irgendeiner Form muss tabu sein. Nur möglichst mineralstoffreiches, langstengeliges, spät gemähtes Heu sollte jetzt noch angeboten werden. Ein wenig Stroh zum Knabbern, ein paar Äste und Laub. All das regt den Darm an und fördert die Vermehrung der Darmsymbionten wieder, die dem Pferd normalerweise helfen, den Nahrungsbrei auch ordentlich verstoffwechseln zu können.

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Entgiftung und Darmsanierung

Zeolith, Meister der Entgiftung über den Darm!

Dieses zu Pulver gemahlene Gestein ist vulkanischen Ursprungs. Seine Kristallgitter-Struktur, die eine enorme Oberflächen-Vergrößerung darstellt. So hat ein einziges Gramm Zeolith die bindefähige Innenoberfläche von 1.000 Quadratmetern! Es bindet so die entstehenden Säuren, Gase (z.B. Methan aus Fehlgärungen), Schwermetalle, Alkohol, Pilzgifte und Abbauprodukte abgestorbener Mikroorganismen.

Es ist leicht negativ geladen und daher ein wirksamer Magnet für Giftstoffe aller Art. Gleichzeitig gibt Zeolith noch wertvolle Mineralstoffe in den Pferdedarm ab. Vor allem Silicium ist hier zu nennen, denn es ist ein entscheidender Faktor für elastische Kapillar – Gefäße, auch und gerade in der Huflederhaut!

Zeolith legt sich wie eine Schutzschicht über die angegriffene Darmschleimhaut und wirkt hier wie ein Vorfilter. Stoffe, die bei einer porösen Darmschleimhaut ungefiltert ins Blut gelangen konnten, werden jetzt zurückgehalten, gebunden und über den Kot entsorgt.

Die verbreitete Angst, das Pferd könnte durch die Gabe von Zeolith in einen Mineralstoff-Mangel rutschen, ist also völlig unbegründet. Einer Hufrehe geht fast immer eine länger bestehende und schleichende Verschiebung des Darmmilieus aufgrund falscher Fütterung voraus. Hierbei kommt es schon relativ früh zum sog.“Leaky-Gut-Syndrom“, eine Zerstörung und Durchlöcherung der empfindlichen Darmschleimhaut.
So gelangen Giftstoffe ungehindert in den Blutkreislauf. Man spricht hier von einer „inneren Vergiftung“.

Mit diesen beiden natürlichen Helfern ist es uns möglich, die Ursache für die entzündlichen Veränderungen in der Huflederhaut recht zügig zu beseitigen. So ist gewährleistet, dass die natürlichen Verdauungs- und Stoffwechselprozesse im Pferd wieder normal ablaufen können. Die Darmschleimhaut wird repariert, die vorhandenen Giftstoffe schon im Darm gebunden und ausgeleitet, ohne die Leber und die Nieren zu belasten. Bis aber die Entzündung in der Huflederhaut wieder abgeklungen ist, hat das Pferd natürlich starke Schmerzen. Bleibt also noch die Frage, was man dagegen tun kann.

Hier bietet sich Chlordioxid an, ein sehr potentes Oxidans und effektiver Sauerstofflieferant. Es oxidiert extrem effektiv Toxine, bremst die Entzündung in der Huflederhaut und beschleunigt die Gewebe-Neubildung durch die Zufuhr von Sauerstoff. Heilpilze sorgen beim Equinen-Metabolischen-Syndrom (EMS), welches einer Hufrehe vorausgehen kann, für die Stimulierung der Insulin-Rezeptoren der Zellen, so daß sie wieder auf Insulin reagieren. Sie befeuern ebenfalls das Immunsystem und unterstützen somit die Selbstheilungskräfte. Zusätzlich werden die Langerhans-Zellen in der Bauchspeicheldrüse geschützt. Die Pilz-Mischung wirkt obendrein noch anregend auf Magen und Darm, Toxine werden dadurch schneller ausgeschieden.

Welche Schmerzmittel soll ich geben?

Sie werden normalerweise vom Tierarzt auf Rezept verordnet. Macht erst einmal auch Sinn, denn Stress jeder Art verschlimmert die Darm-und Stoffwechselsituation nochmals. Dies ist bei solch extremen Schmerzen wie einer Hufrehe meist ein phenylbutazon-haltiges Präparat („Equipalazone“, „Hippopalazone“, „Butasan“, usw.). Aber Vorsicht, das hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich!

Zu den bei der empfohlenen Dosis von ca. 8mg Phenylbutazon/kg Körpergewicht auftretenden Nebenwirkungen zählen laut Studien mit Sicherheit Depressionen, Appetitlosigkeit, möglicherweise ein anaphylaktischer Schock, Durchfall, Ödeme und Nierengewebe-Schädigungen.

Bei längerer Einnahme ist eine Schädigung der gesamten Schleimhäute des Gastrointestinaltraktes zu erwarten, es entstehen rasch Magengeschwüre, je nach Dosierung und Länge der Gabe, bis hin zur Durchbruchgefahr. Dies sind Informationen aus dem Beipackzettel der Medikamente, die jeder Pferdebesitzer kennen sollte, bevor er/sie seinem Pferd ein solches Präparat länger als ein paar Tage verabreicht.

Gibt es Alternativen?

Aber sicher gibt es die! Als natürliche, obendrein der Verdauung, dem Stoffwechsel sehr zuträgliche und nebenwirkungsfreie Alternative verweisen wir hier auf CBD-Vollspektrum-Öle in entsprechender Dosierung, kombiniert mit Hanf-Pellets.  Das CBD-Öl hat eine entzündungshemmende Wirkung und fördert die Produktion von Serotonin, dem „Glückshormon“ im Gehirn. Das nimmt dem Pferd den seelischen Stress und wirkt sich damit natürlich positiv auf den Stoffwechsel aus.

Außerdem lindern die Cannabinoide auch direkt das Schmerzempfinden im Gehirn und wirken Entzündungen entgegen!  CBD-Öl wirkt krampflösend und beruhigend, 5mg des darin enthaltenen Cannabidol wirken ebenso effektiv wie 10mg Beruhigungsmittels Diazepam! Cannabichromen wirkt stimmungsaufhellend, ohne jedoch eine psycho-aktive Wirkung zu entfalten.

Hanfpellets beinhalten die ganze Hanfpflanze, die schonend zu Pellets gepresst wird. Sie liefern dem Pferd eine ausgeglichene Zusammensetzung von Nähr- und Vitalstoffen, ohne es dabei mit Kohlenhydraten zu überfluten! Außerdem liefern sie sämtliche essentiellen Aminosäuren, mehrfach ungesättigte Omega-Fettsäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Enzyme. Zusätzlich haben die Hanf-Pellets eine dem CBD-Öl ähnliche Wirkung, bezüglich Stimmung , Angstlösung und Schmerzlinderung.

Wie geht es weiter mit der Fütterung?

Um einen erneuten Hufrehe-Schub zu vermeiden, muss die Fütterung des Pferdes umgehend artgerecht gestaltet werden. Dafür macht es Sinn zu wissen, was ein Pferd überhaupt zur Energiegewinnung für seinen Stoffwechsel zu sich nehmen muss. Das Pferd bezieht seine Energie in erster Linie aus der im Gras und Heu enthaltenen Cellulose, Hauptbestandteil einer pflanzlichen Zellwand, in chemischer Form Polysaccharide genannt. Das sind sehr langkettige Mehrfach-Zucker, die sich zu höheren, sehr reißfesten Strukturen zusammenlagern und der Pflanze ihre hohe Faser-Stabilität verleihen. Verwertet werden diese Bestandteile relativ langsam, im Dick- bzw. Blinddarm.

Kurzkettige Kohlenhydrate (Zucker und Stärke) aus Getreide-Müslis sind hochverdaulich und diese Art der Energie muss dann auch schnell durch Bewegungsarbeit verbraucht werden. Ist das nicht möglich, sind Fettpolster, Lympheinlagerungen, EMS, Diabetes und eben Hufrehe die unschöne Folge!

Jetzt kann man sich schon selbst zusammenreimen, was ein Pferd eigentlich braucht. Als Grundfutter sollte ein gutes langstengeliges Heu, spät geschnitten, angeboten werden. So ist hier der Energiegehalt (kurzkettige Zucker!) eher niedrig, der Cellulose-Faseranteil (langkettige Kohlenhydrate) hingegen hoch. Und genau dafür ist die Verdauung und der Stoffwechsel eines Pferdes nun einmal ausgelegt!

Gerade bei Hufrehe-Patienten kann man auch sehr gut eingeregnetes Heu, Laub-, oder Schilfheu verfüttern. Hier ist der Eiweiß- und Zuckergehalt sehr niedrig und der Ballaststoffanteil hoch, was optimal für Hufrehe- Pferde ist. KEIN Getreide, keine Karotten, kein Obst, keine Leckerlis! Nur das oben beschriebene Heu als Grundfutter. Dazu kann man noch Weidenäste mit Blättern in den Auslauf oder die Box hängen, das wirkt blutverdünnend (ASS-haltig!) und lindert die Schmerzen noch zusätzlich.

Brennnesseln wirken anregend auf die Nieren, Leber und Bauchspeicheldrüse. Zudem verdünnt ihr hoher Kaliumgehalt den Urin, was zu besseren Entgiftung führt. So sollte es dem Pferd möglich sein, die akute und schmerzhafte Phase der Hufrehe möglichst schnell hinter sich zu lassen. Sobald die Entzündung in den Hufen zum Stillstand gekommen ist, bildet die Huflederhaut wieder normales Hufhorn. Innerhalb eines Jahres ist die Hufkapsel – bei fachgerechter Bearbeitung – zu 100% wiederhergestellt und das Pferd läuft ganz normal.

Bleibt kritisch und gesund!

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